Verspäteter Silvesterblogpost

Der Dezember ist ein Monat, der einfach irgendwie verschwindet. Zwischen Geschenkekauf, Plätzchenbacken und gefühlt zwanzig Litern Glühwein können solche elementaren Dinge wie Schreiben, Lektorat, Planung und Coverdiskussionen nur hier und da eingestreut werden. Kurze Auszeiten vom Alltag, wenn man so will. Umso aufgeregter starten wir nun ins neue Jahr. Weil wir uns auf all das freuen, was noch vor uns liegt.

Zuallererst freuen wir uns natürlich über unser drittes Ink-Rebels-Baby.

leo_final“Wenn ich dich nicht erfunden hätte” ist phänomenal gestartet, und nicht nur Julia rennt seit einigen Tagen beschwipst vor Glück durch die Gegend. Bei ihr fällt es nur ein klitzekleines bisschen mehr auf – immerhin hat sie noch in der Silvesternacht verkündet, sie sei überhaupt gar nicht aufgeregt (unmittelbar danach schüttete sie allerdings im Alleingang den kompletten Bowle-Bottich in sich hinein, was den Rest des Teams jedoch nicht daran hinderte, ihr freundlich und ernst zu versichern, dass wir keinerlei Zweifel an ihrer Aussage hegen).

Und obwohl Julia mittlerweile geradezu unglaublich diszipliniert an ihrem zweiten Ink-Rebels Buch arbeitet (und damit zum roten Tuch für Kira geworden ist, die eigentlich mit dem Folgeband zu “Keep on Dreaming” beschäftigt sein sollte), hört man immer mal wieder das inzwischen vertraute Klicken der Tastenkombination, wenn sie die Amazon-Verkaufszahlenseite aktualisiert (Sekunden später klackert es in der Regel übrigens sehr ähnlich bei Jenny und Kira).

Ab und an steht sie auch auf und liest uns mit zitternder Stimme Liebesbriefe, pardon, Leserbriefe vor. “Und ich hab so ne Angst gehabt, dass sie es nicht mögen”, flüstert sie dann. “So schlimme Angst. Und jetzt hört euch das an: Ich habe gelacht (mehrfach), geweint und geflucht, und Leo und ihre Geschichte wird mir bestimmt noch eine Weile durch den Kopf gehen. So soll es sein.”

Wir anderen stoßen darauf dann sehr gern mit den restlichen Sektvorräten an, weshalb hier auch wirklich nicht viel vorankommt. Zumal Jenny und Daniela extrem dringend ihre Verlagsbücher angehen müssten. Abgabemonate mit “M” liegen ja leider sehr weit vorn im Jahr.
Dafür sind Franzi und “Spurenwechsel” inzwischen derart untrennbar miteinander verbunden, dass wir sie kaum noch zu Gesicht bekommen.
Schließlich dauert es eine Weile, Danielas ausführliche Lektoratskommentare durchzuackern. Und den ganzen Roman dabei noch mal komplett zu lesen, um wirklich jeden Fehler zu finden. Fast jeden. Also, die meisten. Nur ab und zu dringt ein merkwürdiger Laut aus Franzis Büro, eine Mischung aus wildem Jubel und verzweifeltem Schluchzen.

Das kennen wir schon. Wir werden alle ein bisschen verrückt, wenn sich ein Veröffentlichungstermin unaufhaltsam nähert. Weil uns jedes weitere Buch ein bisschen größer macht. Ein bisschen klüger. Ein bisschen schöner. Weil wir mit jedem weiteren Buch und jeder weiteren Idee näher dahin kommen, wohin wir wirklich wollen.

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