Wenn ich dich nicht erfunden hätte

Alles davor ließ sich irgendwie noch logisch erklären – aber das hier?! Konnte man wirklich einen Menschen … erschaffen? Einfach dadurch, dass man sich ihn ausdachte? Und der lief dann quicklebendig durch die Gegend?
Seit sie sich erinnern kann, schreibt Leo Geschichten.
Eines Tages steht der Junge vor ihr, den sie sich wieder und wieder ausgedacht hat. Seelenverwandtschaft, ganz klar. Nur leider hat sie beim Erfinden ein paar Kleinigkeiten übersehen.

Dibbern, Julia:
Wenn ich dich nicht erfunden hätte
Young Adult, 356 Seiten

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Klappenbroschur € 12,90, ISBN 978-3958692794, bei Ink Rebels … Hier kaufen. KLICK.

 



»Du hast hier nicht wirklich für ein halbes Jahr unterschrieben, oder?«

Leo warf aus dem Augenwinkel einen Blick auf das Loch in der Glasscheibe der Eingangstür, von dem strahlenförmig Risse abgingen, die jemand mit Panzertape abgeklebt hatte. Ihre beste Freundin Miriam sah derweil unverhohlen zwischen dem Müll auf dem Hausflurboden und dem Penis-Graffiti an der Wand hin und her.
»Ein halbes Jahr mit einem stinkenden Aufzug wird mich nicht umbringen. Hilfst du mir, den Rest der Sachen hochzuho­len?«
Miri ließ nicht locker. »Und mit diesen hübschen Spritzen da in der Ecke. Den Hammermörder in der Nachbarwohnung nicht zu vergessen.«
»Der wird mich schon nicht zerhämmern.« Ungewollt stieg Lachen in Leo auf. Die Vorstellung vom Hammermörder, der irren Blickes durch ihre Wand brach, war so absurd, dass sie ein­fach lachen musste. Miriam sah sie an, als hätte sie den Verstand im Auto gelassen, konnte sich aber kurz darauf auch nicht länger beherrschen und prustete los. Leo lachte, bis sie keine Luft mehr bekam, und es war ihr vollkommen egal, ob das Lachen belustigt oder verzweifelt war.


Endlich achtzehn!
Leo ist aufgeregt, aber bester Dinge, als sie fürs Studium allein nach Hamburg zieht. Doch die Unabhängigkeit stellt sich als gar nicht so einfach heraus, denn plötzlich muss Leo mit einem Biotop im Badezimmer und dem vermeintlichen Hammermörder als Nachbarn klarkommen.
Und dann trifft sie auch noch auf Loris, was nur halb so kompliziert wäre, hätte sie nicht das Gefühl, ihn längst in- und auswendig zu kennen: aus den Geschichten, die sie schreibt, seit sie einen Stift halten kann.
Doch wie ist das zu erklären? Kann es Seelenverwandtschaft wirklich geben?
Und … wie soll sie mit den Seiten von Loris umgehen, die sie nicht erfunden hat – den dunklen Seiten?

Ausführliche Leseprobe als pdf


Leserstimmen

[…] Ich habe Wenn ich dich nicht erfunden hätte verschlungen und kann Albert Einstein nur zustimmen: “Fantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.”
Fazit: Wenn ich dich nicht erfunden hätte ist ein brillanter Roman, besonders für die Young Adult-Leser und hat mich auch nach der letzten Seite noch sehr lange beschäftigt. (mehr …)
~ Krisi Schoellkopf, Wurm sucht Buch

Julia Dibbern […] schreibt eine wunderbar atmosphärische Prosa, der ich sofort verfallen bin. […] Die Personen und deren Beziehungen zueinander fand ich authentisch und nachvollziehbar geschrieben, aber die dichte Atmosphäre, die Situationsbeschreibungen und der spannende Handlungsaufbau waren es, die mich wirklich mitgerissen haben. Die Liebesgeschichte von Leo und Loris hat in mir sehr starke Reaktionen ausgelöst, Herzklopfen, Prickeln, Ärger, Wut, Beklemmung, Angst – als Leser muss man hier einfach mitgehen durch dieses Wechselbad und merkt kaum, wie man dabei durch die Seiten rast. (mehr…)
~ Hadassa Levy, Fragmentage

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